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Der Westernstiefel - vom Arbeitsschuh zum Trendboot

Ursprünglich soll den Westernstiefel Charles Haynes, ein Cowboy aus Kansas, aus den klobigen und unbequemen Militärstiefeln des Unabhängigkeitskrieges entwickelt haben. Er dachte sich die charakteristische spitze Stiefelfront und die hohen Hacken aus, die den Fuß des Cowboys fest und sicher im Steigbügel hielten. Wichtig bei einer Arbeit, die der Cowboy den ganzen Tag im Sattel verbrachte. Aber auch in der Freizeit, und bei den gefährlichen Rodeos, war dieser neuartige Stiefel ein sehr verlässliches Schuhwerk. Ein praktischer Arbeitsschuh, der sich schnell im gesamten „Wilden Westen“ verbreitete, und nicht mehr weg zu denken war.

Heute wird der Westernstiefel, der auch Cowboystiefel genannt wird, in seiner ursprünglichen Form gern in den USA und Mexiko getragen. Man kann erlesene handgefertigte Exemplare mit rahmen genähter Lederbespannung, Innenfutter und aus den edelsten Rinds- oder Schlangenledern bekommen. In der übrigen Welt gibt es, vom pinken Lackleder bis zum wettergegerbten Wildleder, für jeden Geschmack eine Variante. Charakteristisch das geräuschvolle Klacken des hohen Absatzes auf Holz oder Asphalt und der besonders lässige Gang, den er seinem Träger verleiht.

Kaum ein Schuh kann sich so andauernder Beliebtheit erfreuen. Wer jemals einen Western mit John Wayne gesehen hat, und sich erinnert wie unvergleichlich lässig er in diesen Stiefeln einen Saloon betritt, der möchte auch so einen Westernstiefel haben. Sie sind der Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit. Das wissen alle heutigen Cowboys und Cowgirls. Viele Rock- und Popstars haben sich dieses Accessoires bedient wenn es galt große Coolness auszustrahlen, von Jerry Lee Lewis bis Madonna. Der Mythos dieses Schuhs ist wohl einzigartig, und das Tragen eines Westernstiefels verspricht immer noch einen Hauch von Freiheit.